Hans Joachim Berg
Violine

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Historische Aufführungspraxis

Die historische Aufführungspraxis der Barockmusik widmet sich dem Spiel auf Originalinstrumenten mit Darmsaiten, die einen seidenen, strahlenden Klang erzeugen. Die Feinheit, der Glanz und die Schönheit der barocken Musik kommen so voll zur Geltung. Großes Vibrato und Stilelemente der Romantik werden bewusst sehr maßvoll eingesetzt. Die Musikinstrumente sind zum Teil mit Pur-Darmsaiten bespannt und in der Regel einen halben Ton tiefer gestimmt - so klingen sie weicher und leiser als ihre "modernen Geschwister".

Der Geigenbogen des 17. und 18. Jahrhunderts besitzt im Vergleich zum heutigen modernen Tourte-Bogen eine konvexe Krümmung, d.h., die Bogenstange ist leicht nach außen gekrümmt. Dies Krümmung wirkt sich entscheidend auf die Spieleigenschaften aus. Der barocke Bogen eignet sich hervorragend für subtile Phrasierung und detailreiches Spiel, ganz so, wie es die Musik des 18. Jahrhunderts erfordert. Durch sein geringes Gewicht, das zudem zur Bogenspitze hin stark abnimmt, ermöglicht er dem Spieler größte Flexibilität in Handgelenk und Fingern. Darüber hinaus besitzt der Barockbogen nur etwa die Hälfte der Bogenhaare wie der moderne Bogen. Dadurch entsteht ein sehr obertöniger Klang, wie er im Zeitalter des Barock angestrebt und gesucht wurde.



Hans-Joachim Berg spielt diese Violine aus der Hand eines alpenländischen Meisters aus dem 17. Jahrhundert.